Moodyness

Hank Moody (Californication) und Charly Harper (Two and a half men) sind zwei Frauenverschleißende Charaktere, die ohne Geldsorgen leben und des Öfteren mal einen über den Durst trinken. Doch was ist wirklich so faszinierend daran, denn eine gute, abwechslungsreiche Story bieten diese zwei Serien nun wirklich nicht.
Ein Erklärungsversuch aus Sicht eines Mannes.

Hank Moody Quelle: FAZ.net

Wer wünscht sich das nicht, viele Frauen, ein unbeschwertes Leben, Geld o mas und Erfolg. Genau das ist der Punkt den uns die Serien vorspielen und während den 20-30min. in dem man(n) die Serie sieht kann er genau das miterleben und eintauchen. Ein vermeintlicher Befreiungsschlag aus dem Alltag.
Durch diese Serien blicken natürlich viele Männer auf ihr Leben und denken sich:“ Verdammt, und ich hänge hier rum, habe ne Frau an der Backe und mein Geld geht für die Kinder drauf!“. Jedoch vergisst der ein oder andere die Botschaft dieser Serien. Es geht darum, sich eine Familie aufzubauen, sonst ist man nicht glücklich.
Einige hatten schon mal eine Zeit in ihrem Leben, in der sie Beziehungslos und Partywütig waren, doch wie lange hält man das wirklich aus, bzw. wie lange sagt man, was für ein geiles Leben das doch sei. Richtig, nicht lange, maximal für paar Monate, dann begibt man sich schon wieder auf die Suche nach etwas Festem. Denn es hat einen Grund warum die Charaktere der Serien meist Alkoholiker sind. Wie sonst steht man einen einsamen Abend nach dem anderen durch. Mit Einsam ist nicht die Gesellschaft anderer gemeint, sondern das Gefühl von Geborgenheit, dass man nicht durch ein Frauenaufreißendes Verhalten ersetzen kann.
Deswegen ist die wahre Botschaft dieser Serien: Leute, seht euch mal an wie glücklich ihr euch schätzen könnt. Ihr habt Familie, Geborgenheit und eine Konstante in eurem Leben, warum beschwert ihr euch?
Das ist wohl der wichtigste Aussagepunkt dieser Serien. Des Weiteren ist die Lockerheit und die Coolness der beiden Hauptdarsteller sicherlich ein interessantes Gebiet sich mal selbst auszuprobieren. Der Erfolg ist deutlich zu sehen, ein entspanntes Auftreten, Selbstbewusstsein und ein wenig Charme gepaart mit Schlagfertigkeit lässt wenige Frauen kalt.

Charlie Harper Quelle: showbiz.de

Zusammenfassend ist wohl zu sagen, jeder in einer funktionierenden Beziehung kann sich glücklich schätzen. Natürlich schaut man mit einem weinenden Auge auf die Singles dieser Welt und wünscht sich den Spaß, trotzdem geht nichts über Geborgenheit. Denn wem gefallen schon die einsamen Sonntagabende? Trotz allem ist wohl zu sagen, dass unserer Welt ein bisschen Moodyness gut tun würde. Dadurch würde man(n) vieles  entspannter sehen und über viele kleine Probleme einfach  nur schmunzeln.

Über den Autor

Felix Ertl

Felix Ertl | Badischer Bub, Wiener BWL-Student

2 Kommentare zu "Moodyness"

  1. Tine 15. Juli 2011 um 13:32 ·

    Interessante Interpretation :)

    Ich muss von vornherein sagen, dass ich nur Californication sehe, nicht 2,5men (letzteres hat mich persönlich sehr schnell gelangweilt).
    Bevor ich anfing Californication zu sehen, wurden mir die Schwerpunkt in etwa so beschrieben: Gesellschaftsstudie LA, das Konzept “freie Liebe”, California und fornication eben.
    Ich habe jetzt also 4 Staffeln gesehen und weiß um ehrlich zu sein immer noch nicht, was ich von der Serie eigentlich halten soll.
    Immer wieder bin ich genervt von allem und allen, trotzdem irgendwie gefesselt. Hank Moody ist mir manchmal sympathisch und ich bewundere die lässige, entspannte Art – manchmal geht er mir auch einfach auf den Sack: stellenweise ist er dumm, unbesonnen, kurzsichtig, verschwendet sein Leben.
    Was ich einen der interessantesten Aspekte der Serie finde ist die Auswirkung eines solchen “Traumlebens” auf Moodys Tochter.
    Und interessant ist auch die unterschiedliche Rezeption und Interpretation der Serie – die mir versprochenen Aspekte (wie ist das Leben in LA, freie Liebe) sind für mich eher Themen am Rande.
    In meinen Augen ist es eine Serie über den californischen Lebensstil(wenn es ihn denn so gibt), Sex und über Moodys Kampf sein Leben auf die Reihe zu bekommen.
    Und meistens eine wirre Mischung aus Verherrlichung/Propaganda und harter Kritik.
    Ich glaube wegen diesen Gegensätzen habe ich noch nicht beschließen können:
    Mag ich Californication oder doch nicht?
    Oder eben viel wichtiger:
    Mag ich Hank Moody oder doch nicht?

    Gediegen jedenfalls :)
    vielen Dank für den Artikel, ich musste erst mal eine Weile nachdenken und habe jetzt Lust meine Sonnenbrille anzuziehen, rauszugehen und das Leben zu genießen :)

  2. Dominik 21. Juli 2011 um 13:36 ·

    Moodyness for the win!
    Da kann ich nur zustimmen, das die Welt mehr Moodyness braucht.

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